|
Besondere Merkmale: Das männliche Rotwild trägt je nach Alter ein mächtiges, vielendiges Geweih, das zwischen Februar und April abgeworfen wird.
Lebensraum und -art: Die früher steppenbewohnende Cervidenart (Hirschart) ist verbreitet von West- bis Mitteleuropa, von Südskandinavien bis hin zum nördlichen Afrika. Aber auch in Nordamerika und dem mittleren Asien sind verschiedene Arten bekannt. Rotwild lebt in geselligen, sozialen Strukturen. Die Grundsozialform beim Rotwild ist die “Mutterfamilie” (=Alttier, Kalb, Schmaltier). Mehrere solcher Familien vereinigen sich mit jungen Hirschen zu Rudeln, unter zeitweiliger Führung eines weiblichen Leittiers. Die starken Hirsche leben alleine oder unter sich zusammen.
Brunft: Von September bis Mitte Oktober werben die Hirsche durch röhrende Brunftschreie um die Gunst des weiblichen Wildes. Nur in der Brunftzeit übernimmt ein älterer männlicher Hirsch die Führung eines größeren Rudels. In ritualisierten Geweihkämpfen, die jedoch meist unblutig enden, verteidigt das Männchen sein Rudel gegen Rivalen.
Ernährung: Als Wiederkäuer frisst das Rotwild rund sieben bis zehn Stunden am Tag Gräser, Kräuter, Blätter, Nadeln und Knospen. Durch das Abschälen der Baumrinde und den Verzehr von Feldfrüchten wie Hafer, Mais, Rüben und Kartoffeln richten die Hirsche oft großen Wildschaden in Wald und Flur an.
Jagdzeiten: Rotwild darf in Rheinland-Pfalz je nach Alter der Tiere von Juni bis Januar bejagt werden. Mit der Bejagung wird der fehlende natürliche Feind ersetzt und somit eine Überpopulation verhindert.
|