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Die Wildbretinitiative Rheinland-Pfalz hat bundesweite Beachtung gefunden”, stellen Conrad und Michael fest. 1999 hatten das Forstministerium und der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz gemeinsam die Initiative ”Wild aus der Region” gegründet (Chronologie siehe unten). Die Idee ist so erfolgreich, dass sie in Zukunft bundesweit für den Genuss von Rehrücken, Wildbratwürsten oder Hirschsteaks werben soll. Der Deutsche Jagdschutzverband plant mit Unterstützung des Landesjagd-verbandes Rheinland-Pfalz bereits eine länderübergreifende Wildbretinitiative nach rheinland-pfälzischem Vorbild.
Das sich Wildbret nur schwer industrialisieren lässt, zeigte eine Presseführung im Forstamt Soonwald. Carmen Barth, stell-vertretende Forstamtsleiterin, zeigte Journalisten und Gastronomievertreter wie aufwändig mittlerweile die “Wildbret-produktion” betrieben wird, um den neuen EU-Normen gerecht zu werden.
Als echtes Manufaktur-Produkt fällt Wildbret in den Forstrevieren und beim Privatjäger nur in kleinen Mengen an und braucht viel Handarbeit in der Verarbeitung. Liefersicherheit kann nicht garantiert werden, denn nicht jeder Jagdversuch wird mit Beute belohnt. Dennoch kann sich die Wildstrecke sehen lassen: Im Durchschnitt der letzten Jahre wurden 75.000 Rehe, 7.000 Stück Rotwild und 30.000 bis 60.000 Wildschweine pro Jahr erlegt, hinzu kommen 13.000 Hasen, 10.000 Wildkaninchen, 4.000 Fasane, 700 Rebhühner, 11.000 Stockenten und 19.000 Wildtauben.
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